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Allgemeine Informationen
Als "blind" müssen alle Menschen angesehen werden, deren Sehvermögen auf
dem besseren Auge nur
Eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung des Lebens spielt das
persönliche Umfeld, insbesondere der Halt in Familie oder Partnerschaft.
Leider wird die Rehabilitation späterblindeter und altersblinder
Menschen in Deutschland sehr stiefmütterlich behandelt und der
Eigeninitiative überlassen. Klar definierte Programme oder
Spezialeinrichtungen dafür gibt es kaum, mit Ausnahme von Angeboten der
beruflichen Rehabilitation bzw. Umschulung. Einziger Ansprechpartner ist für viele dann nur der Blinden- und Sehbehinderten-Verband. Seit rund 135 Jahren warten Blinde und Sehbehinderte nicht mehr nur auf die Hilfe des Staates und der öffentlichen Wohlfahrt, sondern schließen sich in Vereinen zusammen, um einander zu helfen, ihre Erfahrungen auszutauschen und aus der Isolation an die Öffentlichkeit zu treten. Es ist der Verdienst der Selbsthilfeorganisationen der blinden Menschen, Bildungs- und soziale Existenzmöglichkeiten für die Betroffenen erkämpft zu haben. In Sachsen-Anhalt widmet sich der Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt e. V. diesen Aufgaben. Er wurde am 3. November 1990 als gemeinnütziger Selbsthilfeverband gegründet und zählt heute rund 1.200 Mitglieder. Der Verband ist Mitglied im Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e. V - Spitzenverband der Bundesrepublik Deutschland - (DBSV) und im Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverband Sachsen-Anhalt e. V. Unsere Arbeit beruht weitgehend auf dem Engagement von ca. 200 ehrenamtlichen Mitarbeitern und Helfern, die selbst blind oder sehbehindert sind. Sie beraten und betreuen unsere Mitglieder in den rund 100 Selbsthilfegruppen des Verbandes in den Landkreisen und kreisfreien Städten im Land Sachsen-Anhalt. Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen der Meinungs- und Gedankenaustausch untereinander sowie die Organisation von Begegnungen, Veranstaltungen und Ausflügen.
Unser Verband bietet allen ratsuchenden blinden und sehbehinderten
Menschen sowie ihren Angehörigen auch professionelle Beratung und Hilfe.
Er verfügt über drei regionale Beratungsstellen in Halle, Magdeburg und
Stendal. Hier arbeiten erfahrene Mitarbeiter. Sie beraten über alle
Fragen und Probleme, die mit Blindheit und Sehbehinderung in
Zusammenhang stehen und helfen bei der Bewältigung von Schwierigkeiten
mit Behörden und Sozialleistungsträgern. Bei Bedarf kommen sie auch ins
Haus.
Übrigens finanzieren wir unsere Arbeit überwiegend aus
Mitgliedsbeiträgen und Spenden. |
Die letzte Änderung erfolgte am 15.11.11