Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es 124 Millionen
sehbehinderte Menschen weltweit, deren Augenmuskeln täglich keine
Höchstleistungen mehr vollbringen können. Ursachen dafür sind häufig
Augenkrankheiten. Allein am so genannten Grünen Star erkranken nach
Angaben des Initiativkreises zur Glaukomfrüherkennung bundesweit pro
Jahr rund 800.000 Menschen. Für viele Betroffene reicht die herkömmliche
Lesebrille nicht mehr aus, um uneingeschränkt am täglichen Leben
teilhaben zu können. Ihre Sehschärfe ist nachhaltig reduziert - nicht
nur auf die geliebte Lektüre eines guten Buches an schönen
Frühlingstagen muss dann notgedrungen verzichtet werden. Der Blinden-
und Sehbehinderten-Verband in Magdeburg informiert bei einer
Hilfsmittelausstellung über Praktische Hilfsmittel für blinde und
sehbehinderte Menschen.
Helfende Lesegeräte
Mit modernen Bildschirmlesegeräten und elektronischen Lupen ist selbst
Kleingedrucktes für Sehbehinderte mühelos zu entziffern. Die Hilfsgeräte
nehmen Schriftstücke und Gegenstände mit einer Kamera auf und stellen
sie stark vergrößert auf einem benutzerfreundlichen Flachbildschirm dar.
Per Knopfdruck lassen sich Kontrast, Helligkeit und Größe der Abbildung
auf die individuellen Bedürfnisse abstimmen. Mit dem stationären
Bildschirmlesegerät werden Betroffene bei großen Zeitungen und Büchern
sogar in der Zeilenführung unterstützt – so macht Lesen wieder Spaß.
Zwischen dem Kameramodul und der Auflage ist ausreichend Platz für die
Hände zum Schreiben von Briefen vorhanden. Ergänzend zu den stationären
Helfern existieren elektronische Lupen, die wie normale Optische Lupen
Textvorlagen vergrößern. Zusätzlich können diese mobilen Helfer
verschiedene Vergrößerungsstufen und Farbdarstellungen erzeugen. Für die
blinden Endanwender existieren Braillezeilen und Blindenorganizer, die
den Alltag erleichtern und den Zugang zu PCs und Macs über eine
Screenreader-Software ermöglichen. Surfen im Internet oder die Bedienung
eines iPhones ist für Blinde mit den passenden Hilfsmitteln gar kein
Problem.
Bei der Hilfsmittelausstellung am 19.3.2011 von 10:00 bis 16:00 Uhr
können sich Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit über praktische
Lesegeräte, elektronische Lupen und Braillezeilen informieren. Zusammen
mit dem Team des Hilfsmittelherstellers BAUM Retec AG zeigt der Blinden-
und Sehbehinderten-Verein (Blinden- und Sehbehinderten-Verband
Sachsen-Anhalt e. V. Beratungsstelle Magdeburg, Hanns-Eisler-Platz 5,
39128 Magdeburg) Betroffenen, wie sie Ihre Lebensqualität mit einem
Hilfsgeräte verbessern können. „Betroffene können sich aus erster Hand
informieren und die Geräte des Hilfsmittelanbieters BAUM Retec unter die
Lupe nehmen“, kündigt Herr Peters an.
Kontakt
Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt e. V.
Beratungsstelle Magdeburg
Bernd Peters
Adresse:
Hanns-Eisler-Platz 5
39128 Magdeburg
Telefon 03 91-2 89 62 31
Fax: 03 91-2 89 62 34
Email:
md-bsvsa@t-online.de
Internet: http://www.bsv-sachsen-anhalt.de
oder beim Hilfsmittelanbieter
BAUM Retec AG
In der Au 22
D-69257 Wiesenbach
Telefon: 06223 4909-0
Fax: 06223 4909-399
E-Mail: info@baum.de
Internet: www.baum.de
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