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Presseerklärung des BSVSA Deutsche Bahn benachteiligt Blinde und Sehbehinderte Fahrgäste
Wie Medienberichten vom Wochenende zu entnehmen war, beabsichtigt die Deutsche Bahn AG, die Möglichkeit des Fahrkartenkaufs in Regionalzügen ab 1. Juni abzuschaffen. Bahnreisende in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen könnten dann keine Fahrscheine mehr beim Kundenbetreuer in Regional- und Nahverkehrszügen kaufen. Sie müssten Tickets auf den Bahnhöfen erwerben, also am Schalter oder an Automaten, sonst würden sie als Schwarzfahrer bestraft. Diese Neuregelung lehnt der Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt entschieden ab, wie dessen Geschäftsführer Wolfgang Bahn betont. Blinde und sehbehinderte Reisende sind nicht in der Lage, Fahrkarten vor Fahrtantritt zu erwerben, wenn kein Schalter vorhanden oder geöffnet ist. Die Fahrkartenautomaten sind keine Alternative, sondern stellen sogar eine unüberwindliche Barriere für diesen Personenkreis dar, da sie von Sehbehinderten nicht sicher zu bedienen sind. Auch viele ältere oder anderweitig beeinträchtigte Menschen dürften damit ihre Schwierigkeiten haben. Der Verband fordert die Verantwortlichen der Bahn, aber auch des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr und der Nahverkehrsservicegesellschaft NASA auf, die vorgesehene Diskriminierung behinderter Reisender nicht zuzulassen und die Möglichkeit des Erwerbs eines Fahrtausweises zum Normalpreis auch in Regionalzügen aufrecht zu erhalten. Wolfgang Bahn verweist in diesem Zusammenhang auf eine frühere Vereinbarung der Deutschen Bahn mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, die das Lösen von Fahrkarten im Zug zum Normalpreis für blinde und sehbehinderte Reisende ausdrücklich vorsieht. Nähere Informationen: Blinden- und
Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt e.V. |
Die letzte Änderung erfolgte am 29.05.09