Für die Erhaltung der Gesundheit, Erhöhung der Lebensqualität und zur
Pflege von sozialen Kontakten ist der Behindertensport ein wichtiger
Bestandteil bei blinden und sehbehinderten Menschen. Dieser wird sowohl als
Freizeitsport, als auch in Wettkämpfen in verschiedenen Städten in
Sachsen-Anhalt betrieben.
Landessportbeauftragter des BSVSA ist:
Olaf Schmiedeck
An der Ziegelhütte 9
38871 Ilsenburg,
Tel.: 0391 / 2896239
Torball, Kegeln und mehr
Sport und Spiel für Blinde und Sehbehinderte
Wer meint, blinde und
sehbehinderte Menschen seien gezwungen, meist unbeweglich in ihren vier
Wänden zu sitzen, irrt gewaltig.
Auch für diesen Personenkreis gibt es Möglichkeiten, sich gemeinsam mit anderen
sportlich zu betätigen. Gemeint sind damit nicht etwa Leistungssportler,
die in bestimmten Sportarten bei den Paralympics glänzen, sondern
Sportarten wie Torball, Kegeln und neuerdings sogar Blindenfußball.
Wer einen sehenden Partner oder Begleiter hat und gern Rad fährt, sollte über die Anschaffung eines
Tandems nachdenken.
In der eigenen Wohnung kann man als Blinder gut etwas für seine Fitness tun, wenn man
regelmäßig einen Fahrrad-Hometrainer oder einen Cross-Trainer nutzt.
In einigen Städten in Sachsen-Anhalt, so in Magdeburg, Halle und Bitterfeld-Wolfen, gibt es
Vereine, wo sich blinde und sehbehinderte Freizeitsportler zum Torball
und zum Kegeln treffen. Sie nehmen aber auch regelmäßig an regionalen
und überregionalen Wettkämpfen teil und fahren dazu sogar ins Ausland.
Torball ist eine Mannschaftssportart. Jeweils drei Spieler müssen einen
akustisch wahrnehmbaren Ball nach bestimmten Regeln über die Torlinie
der gegnerischen Mannschaft werfen. Gespielt wird in einer halb
liegenden Position über 2 x 5 Minuten. Das Feld ist 16 x 7 Meter groß
und mit Klingelschnüren bespannt, die Ball- und Spielerberührungen
akustisch wahrnehmbar machen.
Blindenfußball gibt es in Deutschland erst seit 2006. Er wird gern von
jüngeren Blinden und Sehbehinderten gespielt, z. B. an Blindenschulen
und –einrichtungen. Seit 2008 gibt es sogar eine Bundesliga.
Die Mannschaften mit je 5 Spielern spielen mit einem akustisch
wahrnehmbaren Ball auf das gegnerische Tor. Sie werden von „Guides“ und
dem Trainer durch Zurufe dirigiert. Die Torhüter sind sehend. Das
Spielfeld misst 40 x 20 Meter, gespielt werden zwei Halbzeiten von je 25
Minuten.
Eine noch recht junge Sportart ist Showdown, auch
Tischball oder Blindentischtennis genannt.
Torsten Resa vom DBSV reiste mit einer Platte quer
durch Deutschland, um dieses Spiel vorzustellen.
Hier ein kurzes HD-Video aus Magdeburg beim MSV 90 in der Bodestr. 9 vom
11. Juli 2011:
Klassische Sportarten, die auch für blinde und sehbehinderte Menschen geeignet sind und bei denen
es mehr auf „Köpfchen“ ankommt, sind dagegen Schach und Skat. Auch in
diesen Disziplinen werden bundesweite Wettkämpfe ausgetragen.
Unsere Beratungsstellen vermitteln Ihnen gern Kontakte für sportliche Betätigung.
Wer es ruhiger angehen will, kann aber auch auf zahlreiche Brett-,
Karten- und Gesellschaftsspiele zurückgreifen, die in für Blinde
adaptierter Form bei den Hilfsmittelanbietern erhältlich sind.
Weitere Informationen finden Sie auch unter folgenden
Links: